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Heute beginnt unser “großes Abenteuer” - die Fahrt durch Polen und die ehemaligen UdSSR Staaten Litauen, Lettland und Estland
Unser erster Reisetag soll uns von Berlin aus nach bis Masuren in Polen bringen.
Wir starten am Mittwoch früh gegen acht Uhr dreißig bei strahlendem Himmel. Die Strecke auf der B1 aus Berlin nach Osten zieht sich etwas quälend durch Vororte und Dörfer bei dichtem Verkehr. Gegen
zehn Uhr sind wir am Grenzübergang Küstrin/Kostrzyn, an dem völlig unerwartet keinerlei Stau ist - ach ja, es gelten ja seit zwei Wochen auch hier die vereinfachten Reisebedingungen durch EU-Länder. Vorzeigen des
Passes und weiterfahren! So darf es bleiben. Nach einem Tankstopp und Geldwechseln geht es weiter in nordöstlicher Richtung. Zunächst ist erstmal alles ungewohnt und neu für mich, denn ich bin mit den regionalen
Verkehrsgewohnheiten und -Schildern nicht vertraut und das erste Mal mit dem Motorrad in Polen. Andi fährt voran und dabei soll es auch für den Rest der Tour bleiben.
Nach kurzer Zeit habe ich mich daran gewöhnt, etwas mehr auf die Straße zu achten, denn der Asphalt weist doch an etlichen Stellen Löcher auf, die durchaus auch mal 5 Zentimeter tiefe/hohe Kanten
haben können und das will ich meinen neuen Reifen und meinem alten Popo nicht antun, wenn ich es vermeiden kann. Im Übrigen gibt es viel zu sehen in den Dörfern, durch die wir fahren herrscht reger Betrieb und es
tauchen immer wieder zweisprachige Schilder auf, die die Fähigkeiten der örtlichen Händler oder Handwerker anpreisen. In den Jahren nach dem Fall der Mauer hat sich ein reger Strom von Handwerkern gebildet, die für
grenznahe Gebiete auf deutscher Seite arbeiten und produzieren - billiger und mehr oder weiniger legal.
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