|
Nun machen wir uns tatsächlich auf den Weg wieder zurück nach Berlin. Weiter geht es durch die schönen Wälder und Felder Polens auf der Straße 22. Nun sind wir 4000 Km gefahren und es ist alles glatt
gegangen. Wir wurden nicht an den Grenzen schikaniert, nicht bestohlen, nicht überfallen und sogar die BMWs haben wacker durchgehalten und sind mit Wind und Wetter und den unterschiedlichsten Straßenbelägen
zurechtgekommen. Wie ich mir das alles so durch den Kopf gehen lasse, spüre ich beim Schalten so wenig Gegendruck an der linken Hand... Mein Kupplungszug ist gerade gerissen! An der nächsten Parkbucht schalte ich
mit Zwischengas runter und würge dann im 3. Gang den Motor ab. Das ist kurz hinter Cluchow. Komisch, immer als ich dieses Schild sah mußte ich natürlich an Lüchow im Wendland denken und dass ich dann gleich wieder
zuhause bin. Aber woher wußte der Kupplungszug das denn? Kurz und gut, mit dem mitgenommenen Reparaturset in der kleinen Blechdose kann das nun mit einem Schraubnippel geflickt werden. Nur der linke Protektor fährt
anschließend hinten auf der Gepäckrolle mit. Es regnet ja auch nicht mehr so richtig oder anschließend trocknet wenigstens wieder alles.
Nach weiteren 200 Km erreichen wir das Grenzgebiet bei Kostrzyn, essen nochmal was, tanken und eine halbe Stunde später beschließe ich, nicht mehr in Berlin zu übernachten, sondern doch bis nach
hause weiterzufahren. Auf dem Berliner Ring trennen Andi und ich uns dann, und ich bin kurz vor 21 Uhr daheim, nachdem ich heute ca 700 Km hinter mir habe.
|