Baltikum Tour 2004
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Nach einem reichlichen Frühstück geht es heute weiter in Richtung Litauen.

Wir starten wieder so gegen halb neun und haben schon unsere Regensachen angezogen, weil der Himmel nicht so klar ist, wie wir es uns gewünscht hätten.

Auf dem weiteren Weg zur Grenze nach Litauen kommen wir unter Anderem auch durch Mikolajki/ Mikoleiken, einem netten, aber sehr touristischen Städtchen zwischen mehreren Seen und Kanälen.

Dort legen wir eine kurze Rast ein, bevor es dann weitergeht in Richtung Augustov und Suwalki. Von hier aus sind es keine 30 Km mehr bis zur litauischen Grenze.

Auch diese Grenzkontrolle ist höflich, problemlos und schnell. Der Kontrollpunkt erinnert mich sehr an den ehemaligen berliner Übergang Dreilinden. Hier werden zur Zeit die Sperrgitter und Schutzeinrichtungen abgebaut, die noch aus UdSSR Zeiten zu sein scheinen - in dieser Art braucht man sie innerhalb Europas wohl nicht mehr.

 Weiter führt uns die A5 bei wechselhaftem Wetter in Richtung Kaunas, das wir auf der Umgehungsstrasse in nordöstlicher Richtung auf der A6 verlassen.

 Trotz der häufig schnurgeraden Straßen ist es nicht langweilig, weil die Landschaft doch auch immer wieder abwechslungsreiche Ansichten bietet. Wir sind auch nicht stundenlang durch Kiefernwälder gefahren, meist waren es Mischwälder, die dem Auge doch verschiedene Schattierungen bieten und oft herrlich duften.

Heute wollen wir noch bis Daugvapils kommen, was dank der sehr guten Straße und wenig Verkehr auch klappt. Zwischendurch machen wir eine Rast in Utena, einem kleineren Ort, durch den wir kommen. Angelockt durch die Tische und Stühle am Straßenrand landen wir in einem Bistro, das hauptsächlich von der örtlichen Jugend besucht wird. Hier bekommen wir den besten Capuccino der gesamten Tour. Die Grenze überqueren wir gegen 18 Uhr 30, diesmal müssen wir auch die Kfz-Scheine der Motorräder zeigen, sonst alles wie gehabt. Um 19Uhr 30 (Ortszeit ist übrigens schon 20 Uhr 30) finden wir wieder ein Hotel, das aber belegt ist. Allerdings werden wir an ein anderes Haus verwiesen, wo wir nach einigen Sprachschwierigkeiten dann auch unterkommen. Heute abend essen wir in einem Musikcafe-Restaurant -in der Nähe des Busbahnhofs- aus dem es angenehm nach Gebratenem duftet: Steak mit Pommes, Pilzen und Salat, dazu wieder Bier aus der Region, welches wir nach diesem Tag sehr genießen. Wir sind heute in 10 Stunden ca 470 Km gefahren.

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